Der ehemalige ITD-Chef Premchai Karnasuta (71) sitzt seit dem 16. Mai 2025 in Untersuchungshaft — doch jetzt wurde er ins Corrections Department Hospital verlegt! Grund: akute Atemprobleme und chronische Erkrankungen. Der Bau-Mogul ist einer von 17 Angeklagten im Fall des Einsturzes des State Audit Office (SAO) in Bangkok, bei dem 92 Menschen starben. Das Hochhaus, ein Joint Venture von Italian-Thai Development und China Railway Engineering Corporation (ITD-CREC), kollabierte am 28. März während eines Erdbebens.
Haftbedingungen sorgen für Debatten — „Sonderbehandlung für Reiche?“
Kritiker fragen: „Warum kommt ein Milliardär ins Krankenhaus, während normale Häftlinge leiden?“ Bereits 2021 sorgte Premchai für Schlagzeilen, als er während einer Haftstrafe wegen Wilderei privilegierte medizinische Behandlung erhielt. Die Gefängnisbehörden betonen, die Verlegung sei „ausschließlich aus Gesundheitsgründen“ erfolgt. Doch der Fall erinnert an Ex-Premier Thaksin, der ebenfalls im Krankenhaus statt im Gefängnis saß.
Was passiert jetzt?
Ermittlungen laufen
Baupfusch im Fokus
Während Premchai im Krankenhaus überwacht wird, ermitteln die Behörden weiter zum Einsturz-Skandal. Im Visier: Billigbaumaterialien und gefälschte Dokumente. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob ITD-CREC Sicherheitsstandards ignorierte. Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen den Verantwortlichen Jahrzehnte hinter Gittern.
Familie kämpft um bessere Haftbedingungen — „Er ist ein alter Mann“
Premchais Ehefrau Kanita Karnasuta hatte bereits in der Vergangenheit Extern-Behandlungen für ihn durchgesetzt. Diesmal blieb der Antrag bisher erfolglos — doch die Verlegung ins Krankenhaus zeigt: Sein Gesundheitszustand ist ernst. Die Familie lieferte Medikamente und ein Attest, die Gefängnisärzte servierten ihm Reisbrei zum Frühstück.
BLITZ SAGT: Der Fall Premchai entzweit Thailand — während die einen Gerechtigkeit fordern, warnen andere vor „Zwei-Klassen-Justiz“. Eins ist klar: Der Einsturz mit 92 Toten wird den Bau-Milliardär noch lange verfolgen.