Gesund durch die Pandemie: Isolation, Maskenpflicht und Impfschutz
Die Corona-Pandemie ist in Thailand zurück mit voller Wucht: Die täglichen Infektionszahlen schießen wieder in die Tausende, Schulen schließen, und die Behörden warnen vor einer rasanten Ausbreitung. Am 26. Mai meldeten die Gesundheitsbehörden 14.156 neue Fälle — ein dramatischer Anstieg gegenüber den Vorwochen. Seit Jahresbeginn wurden bereits 220.093 Infektionen registriert, mit steigender Tendenz. Auch die Todesfälle nehmen zu: Innerhalb von zwei Tagen stieg die Zahl von 46 auf 51.
„Spitze des Eisbergs“:
Warum die Dunkelziffer noch viel höher sein könnte
Seit Mitte April verzeichnet Thailand täglich 6.000 bis 8.000 Neuinfektionen — doch das ist nur die offizielle Zahl. Viele Fälle bleiben unentdeckt, weil Betroffene keine Symptome haben oder ihren positiven Test nicht melden. Besonders alarmierend: Die Zahlen explodierten, nachdem die Schulen zum neuen Semester wieder öffneten.
„Eltern sollten ihre Kinder bei Atemwegssymptomen unbedingt zu Hause lassen“, warnt Dr. Jurai Wongsawat, Sprecherin des thailändischen Gesundheitsministeriums. Einige große Schulen, wie die Ratwinit Bangkaeo School in Samut Prakan, haben bereits wieder auf Online-Unterricht umgestellt.
Maskenpflicht und Medikamenten-Engpass: Thailands Gegenmaßnahmen
Die Regierung reagiert mit verschärften Empfehlungen:
✔ Maskentragen in Menschenmengen
✔ Abstandsregeln in öffentlichen Räumen
✔ Ausweitung der Produktion von COVID-Medikamenten wie Favipiravir und Molnupiravir
„Die Nachfrage steigt, wir beobachten die Lage genau“, sagt Dr. Mingkwan Suphannaphong, Leiter der staatlichen Arzneimittelbehörde GPO.
Zwar ist die Sterberate von 0,14% auf 0,02% gesunken, doch COVID-19 bleibt hochansteckend und kann bei Risikogruppen schwere Verläufe auslösen.
Wer bekommt jetzt noch kostenlose Impfungen?
Thailand bietet erneut kostenlose Booster für gefährdete Gruppen an, darunter:
- Menschen über 65 Jahre
- Chronisch Kranke (Asthma, Nierenversagen, Thalassämie)
- Schwangere und Kinder unter 3 Jahren
- Stark übergewichtige Personen
Die Impfungen sind in staatlichen Kliniken und einigen Privatpraxen erhältlich.
Was tun bei einer Infektion?
Ärzte warnen vor schweren Verläufen bei Kindern
Die meisten Infizierten erholen sich mit Ruhe und einfachen Medikamenten (Fiebersenkern, Schleimlösern). Doch Babys und Kleinkinder entwickeln oft bedrohliche Symptome wie hohes Fieber, Lethargie, Durchfall oder Lungenprobleme, warnt Dr. Jiraruj Chomchoey, Kinderarzt am Maharat Nakhon Ratchasima Hospital.
Optionen für Betroffene:
✔ Telemedizin über Apps wie Clicknic, Mordee oder Saluber MD (Rezepte werden nach Hause geliefert)
✔ Gratis-Gesundheitskits in Apotheken
✔ Fünf Tage Isolation, danach Maskenpflicht bis zum 10. Tag
Wichtig: Patienten, deren Zustand sich nach einer Woche nicht bessert, sollten unbedingt einen Arzt aufsuchen.